Ade´ Vendee und das Geheimnis des Eifelturm an der Küste

leider geht auch der schönste Urlaub mal zu Ende, bei uns ist es am Samstag morgen soweit. In der Vendee sind aber schon seit letzter Woche die Bürgersteieg hochgeklappt, zumindest in den Ferienanlagen und den dementsprechenden Ortsteilen.  Auch etliche Bäckereien haben jetzt schon zu. Also mußten wir zum aller äußersten schreiten um an ein Baguette zu kommen. Guckst Du hier:

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Ja, wir mußten ein Baguette aus dem Automaten ziehen!

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Geld drinnen – gespannte Stille

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Spannung – was kommt raus?

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Yippie – ein Baguette!

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und blöd jetzt – das Teil hat richtig gut geschmeckt.

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den hier haben wir unterwegs noch entdeckt. Ein MegaCar (heißt echt so) – Jürgen jammert seit dem: haben will – haben will…

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eines der schönsten Restaurants hier: in Sion und mit Terasse direkt über der Küste

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letzter Aperitiv in der Abendsonne

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noch ein kleines Fundstück, wir haben ihn „maitre Jacques“ getauft: Brioche mit schiefem Knubbel oben drauf, da ließ sich prima mit Karamellcreme ein Gesicht draus machen – hat ihn aber nicht gerettet, er wurde aufgegessen

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Geheimtip zum putzen: hiermit haben wir unsere Bude von oben bis unten auf Hochglanz gebracht, alles mit dem verwendeten Inhalt dieser Flasche. Ich glaub´, die leuchtet auch im dunkeln.

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und tata: hier lüften wir das Geheimnis des Eifelturm hier an der Küste – und ja, es hängt mit dieser Mobylette zusammen.

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So, die veranstalten hier nämlich den Grand Prix Meule Bleu. Da starten ganz viele Bekloppte auf Mobyletten in Paris, unterm Eifelturm um einen Grand prix mit diesen Rennrakten zu fahren. Die Grand-Prix-Strecke geht dann aber von Sable de Olonne nach Sion, unserem Nachbarort, wo das Ziel ist. Und DESHALB steht da der Eifeltrum. Crazy. Hier noch ein Link zur Website dieser außergewöhnlichen Veranstaltung:  http://www.meulebleue.fr

– das Bild des Plaketes aus dem letzten Jahr ließ sich einfacher exportieren.

Ach, es gäb´noch so viel zu schreiben und zu zeigen (unsere Versuche mit Klosterfrau und Rotwein und ob diese Mischung bewußtseins-erweiternd wirkt? – über Meister Propper, den schmucken Hausmeister der hier alles und über jeden Bescheid weiß, Hornissenalarm im Nachbarschuppen und und und)

Adios, Au revoire, bon soire, bon journee …

 

 

Salz

Heute haben wir die Salinen hier in der Marais besucht. Die Marais sind Sumpflandschaften, die häufig in Frankreich vorkommen (auch in der Camargue, der Bretgane…). Sumpflandschaften, die an den Küsten liegen, haben ein paar Eigenschaften, die zur Salzgewinnung sinnvoll sind: Tonhaltige Böden, viel und gleichmäßigen Wind, Sonne und Salzwasser. Den Ton im Boden brauchts für die Salzbecken. Das Salzwasser ist ja die Grundlage und Wind und Sonne sorgen fürs Verdunsten des Wasser und dafür, dass das Salz dann übrig bleibt. So, das war die Kurzfassung von der Salzgewinnung aus Meerwasser. Hier ein paar Eindrücke:

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das sind die Erntebecken mit einem Lagerschuppen im Hintergrund (und einer kompletten Ernte aus den Becken). Die Leute, die das Salz schöpfen heißen Paludiere.

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hübsches Bild, im (unscharfen) Hintergrund ist einer der Meerwasser-Zuläufe. Die Salinen werden von einem Labyrinth aus Zuläufen gespeist, die durch diverse, ebenfalls Labyrinth-artige Becken fließen und durch abenteuerliche Abläufe und Schleusen geregelt werden. Das regeln ist so wichtig, um den Salzgehalt des Wasser zu intensivieren. Das Merwasser kommt mit unter 30 g Salz / Liter Wasser an – mit ca. 200g Salz / Liter kann es in den Erntebecken geerntet werden.

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eines der Erntebecken, hier kommt Wasser mit ab 100 g Salz / Liter Wasser an und reichert sich immer mehr an. Oben auf dem letzten Erntebecken schwimmt dann die Fleur de Sel, das Salz, welches sich zu kleinen hauchfeinen Kristallen ausbildet. Es muß unwahrscheinlich schwer sein, dieses Salz zu ernten.

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Die Erntewerkzeuge der Paludiere.

Und es muß unglaublich schwierig sein, aus dem Zusammenspiel aus Meerwasser, Wind und Sonne dann Salz zu ernten. Deshalb machen die Franzosen da auch so ein TamTam drum. Das Meersalz heißt  „Gros Sel“ – nicht einfach schnöde: Siedesalz.

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Leider ne ziemlich trostlose Gegend, so eine Saline – hier mal ein interessanteres Foto

Das geerntete Salz (für das man natürlich genau den richtigen Moment abpassen muß – alles muß stimmen: Salzgehalt im Erntebecken, Wind, Sonne, Temperatur) wird dann für mind. 6 Tage in der Sonne getrocknet. Trotzdem hat es noch einen Wassergehalt von 3 % (unser schnödes Siedesalz hat 0%) – also: da ist noch Atlantik drinnen. Die Fleur de Sel wird zuerst abgeschöpft. Sollte es in der Erntezeit stark regnen, wird das Wasser wieder verdünnt und die komplette Ernte ist kaputt.

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nur wenig Pflanzen halten es rund um die Salinen aus

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und auch nur wenig Tiere – der hier flattert hier rum

So, das war eine kleine Exkursion in die Welt des Salzes – und vll. ists ein bisschen verständlicher, warum der gemeine Franzose auch um Salz so ein Getöse macht 😉

 

wenn ein deutsches Navi versucht französich zu sprechen

dann klingt das so:

und so:

wenn man jetzt noch weiß, dass sie die „Avenue de la foret“ meint und weiß, wie man das ausspricht, ist dieses Navi der absolute Brüller!

Abends gab es dann noch eine Sonderflugschau der hiesigen Möwen-Flugschule direkt vor und über unserer Terasse:

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das waren echt viele, die über unserer Terasse gekreist sind

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und die sind tief geflogen – arg tief

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da sieht man nochmal welche

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gegen das Licht

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nochmal zwei Teilnehmer am abendlichen Spektakel

an den Leser vis a vis des Atlantik: falls Du das noch vorm Boarding liest: guten Flug, komm gut heim, sitz grad´ und Du weißt schon was noch 😉

by Skippers-Home